Gesunde Fragen.

Warum erkranken immer mehr Menschen an Diabetes, Alzheimer, Bluthochdruck, und Herz-Kreislauferkrankungen?

 

Chronische Zivilisationskrankheiten haben meistens ihren Ursprung in der modernen Lebensweise: Viel Fastfood wenig Gemüse, süße Snacks zwischendurch und zu wenig Bewegung. Isolierter Zucker, in Kombination mit tierischen Produkten, stört auf Dauer massiv den Stoffwechsel. Insulin, unser Schlüsselhormon, für die Blutzucker- und Eiweißregulation ist im Dauereinsatz. Ein dauerhaft hoher Insulinspiegel richtet langfristig großen Schaden an und führt zu den typischen Zivilisationserkrankungen. Wie Sie Ihren Insulinspiegel möglichst niedrig halten, ohne zu verzichten, zeige ich Ihnen.

 

Welche Anzeichen gibt es für chronische Erkrankungen?

 

Ein erstes Anzeichen dafür ist das viszerale Fett, welches die Bauchorgane wie Leber und Bauchspeicheldrüse ummantelt. Es ist besonders aktiv: Die Fettzellen schütten entzündungsfördernde Botenstoffe aus und steigern so unter anderem das Risiko für Arteriosklerose, Diabetes und Krebs.

Andere Anzeichen können sein: Abgeschlagenheit, Leistungsschwäche, Übergewicht, Verstopfung, Bluthochdruck, zu hohe Blutfett- und Zuckerwerte, depressive Verstimmungen.

 

Sollte jeder Nahrungsergänzungsmittel nehmen?

 

Es sollte zumindest jeder ab und zu seinen Mikronährstoffhaushalt über eine Blutuntersuchung beim Arzt überprüfen lassen. Lebensumstände, Ernährungsweise, Stress und Alter haben großen Einfluss auf den individuellen Bedarf an Vitalstoffen. Arzneimittel können den  Mikronährstoffhaushalt nachhaltig stören. Sie nutzen dieselben Stoffwechselwege wie z.B. Vitamine und konkurrieren dabei um dieselben Enzyme und Transportsysteme. Das ist auch einer der Gründe, warum es bei Cholesterinsenkern, Säureblockern, Blutdruckmitteln, Diuretika, etc. häufig zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen kommt. Wie Sie Mikronährstoff-Präparate sinnvoll einsetzen können, erfahren Sie in meiner Beratung.

 

Wie stehe ich zu Fleisch- und Tiermilch-Konsum?

 

Eine Ernährungsumstellung ist ein Prozess. Diesen fleischlos zu gestalten ist keine Bedingung. Sie entscheiden, wohin die Reise geht! Sie werden viel Neues erfahren und eigene Entscheidungen treffen. Auf diesem Weg begleite ich Sie mit meiner Gesundheitsberatung, denn das richtige Maß haben die meisten von uns leider verloren. Zudem wird uns täglich von der Lebensmittelindustrie gesagt, dass Fleisch und Milch stark und gesund machen. Was wir aber mit den großen Mengen tagtäglich unserem Körper antuen, erfahren viele Menschen erst, wenn sie die Diagnose, Diabetes, Bluthochdruck, Nierensteine, oder Arteriosklerose bekommen. Und selbst dann wird ihnen oft nicht gesagt, dass neben den Kohlenhydraten auch tierisches Protein in hohem Maße insulinogen wirkt. Ein Steak setzt mehr Insulin frei als Pasta. Ein hoher Insulinspiegel ist auf Dauer fatal für unsere Gesundheit. Aus diesen Gründen und noch einigen anderen mehr, kann ich als Gesundheitsberaterin Fleisch, Milch, Käse und Co. - wenn überhaupt - nur in ganz geringen Mengen empfehlen. Es gibt wunderbare pflanzliche Lebensmittel, die lecker schmecken und uns schützen. Die genauen Hintergründe erläutere ich Ihnen gerne.

 

Welche Risiken haben Diabetiker?

 

Wir haben schon über 8 Millionen Diabetiker und jedes Jahr werden es mehr. Jeder Fünfte weiß noch nichts von seiner Erkrankung. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen steigt dramatisch. Diabetiker haben, nach Angaben der Wissenschaft, ein doppeltes Risiko an Krebs zu erkranken und ein dreifach erhöhtes Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Darum möchte ich Ihnen dabei helfen, den Diabetes möglichst abzuschaffen oder in den Griff zu bekommen. Je eher damit begonnen wird, desto größer sind die Chancen! Eine pflanzenbasierte, vollwertige Ernährung mit Essenspausen und viel Bewegung ist der Weg dahin!

 

Macht jedes Fett dick?

 

Nein. Die guten ungesättigte Fettsäuren, die in schonend verarbeiteten, kaltgepressten Pflanzenölen sowie in Nüssen und Saaten stecken, machen nicht dick, sondern satt. Sie nähren das Gehirn und halten unsere Blutgefäße geschmeidig. Diese Öle helfen sogar beim Abnehmen und verbessern die Blutfettwerte. Durch den Dschungel der guten und weniger gesunden Fette, führe ich Sie gerne.

 

Ist Fett schlecht?

 

Nein. Unsere Zellen bestehen inklusive ihrer Membran zu einem Großteil aus Lipiden. Bei Gehirnzellen sind es sogar 70%. Wenn man die Zelle als kleinsten Mikrokosmos im Körper begreift, die repariert, erneuert und aufbaut, wird schnell klar, dass Fett - und speziell auch das Cholesterin - gebraucht wird und daher gar nicht schlecht sein kann - vorausgesetzt, wir essen das gute Fett mit einfach- und mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren und keine tierischen Fette, oder gehärteten Fette (z.B. Margarine) im Übermaß! 

 

Warum gibt es immer wieder neue Mode-Diäten, wie z.B. "low-Carb"?

 

Wir Menschen mögen einfache Antworten auf komplexe Lebensfragen. Schlicht alles auf die "bösen" Kohlenhydrate zu schieben, erscheint uns dann einfacher, als eine differenzierte Betrachtung der Nährstoffqualität, Auswirkung der Energiedichte von Lebensmitteln oder des vielschichtigen Zusammenspiels der Stoffwechselabläufe in unserem Körper. Fragen Sie mich, ich kenne mich aus auf diesem Gebiet!

 

Was ist dran am "bösen" Cholesterin?

 

Nichts. Unser Körper bildet selbst Cholesterin, es ist ist ubiquitär, d.h. in jeder Zelle vorhanden. Unsere Sexualhormone sind aus Cholesterin, denn ohne Cholesterin keine Fortpflanzung. Es gäbe keine Fettverdauung ohne Cholesterin, weil es Bestandteil der Gallensäure ist. Die Nervenscheiden sind aus Cholesterin. Unser Gehirn besteht zu 70% aus Fett, davon ⅔ Cholesterin. Cholesterin ist der Dichtungsstoff im Körper schlechthin. Bei starken Blutungen zum Beispiel verabreichen Ärzte Cholesterin. Statine, Fettsenker,  sind demnach vom ganzheitlichen Ansatz her, bei Hypercholesterinämie (sofern es noch keine Erkrankung gibt),  nicht zu empfehlen. Ich zeige Ihnen einen effektiveren Weg - ohne Nebenwirkungen.

 

Warum werden bei Arteriosklerose Cholesterinsenker verschrieben?

 

Weil man das Symptom und nicht die Ursache betrachtet: Arteriosklerose ist die krankhafte Veränderung der Blutgefäß-Innenwände, oft ausgelöst durch Bluthochdruck. Cholesterin hilft dabei die beschädigte Innenwand zu kitten. Zusammen mit Calcium und bestimmten Eiweißen. Das führt dann zu Gefäßablagerungen, die sogenannte Arterienverkalkung. Da weder Eiweiß noch Calcium dem Körper entzogen werden können, werden demzufolge Cholesterinsenker verschrieben. Diese wirken (leider) auch gut. Nebenwirkungen treten dann woanders auf. U.a. steigt das Risiko für Diabetes und Krebs. Eine vollwertige, pflanzenbasierte Ernährungsumstellung kann die Ursache beheben.

  

Warum ist Qualität so wichtig?

 

Man kann sagen: Alles, was wir in den Mund stecken, oder auf die Haut schmieren, wird auch Baustein unseres Körpers. Deshalb zahlt sich Qualität aus. Bioprodukte aus ökologisch nachhaltiger Erzeugung sind immer die bessere Wahl. 

 

Warum ist Intervallfasten so gut?

 

Weil es für die meisten Menschen gut funktioniert. Das 16-Stunden-Essenspause passiert ja über Nacht. Vorausgesetzt, man isst gesund und ausgewogen innerhalb der nächsten 8 Stunden, ist diese Fastenart kein Problem und kann täglich beibehalten werden. Nach einer Eingewöhnungsphase purzeln die Pfunde auf Idealgewicht. Zusätzlich hat diese Methode einen wunderbaren Gesundheitseffekt: Nach 12 Stunden beginnt das körpereigene Recyclingprogramm, die Autophagie.  Bei der Auswahl der richtigen Zutaten für eine gesunde, typgerechte, sattmachende und wohlschmeckende Mahlzeit, berate ich Sie gerne! 

 

Was sind in Kürze die besten gesunden Alltagstipps?

 

Bio kaufen, Fertigprodukte für Backofen und Mikrowelle meiden, raffinierte Industrie-Zucker meiden, Auszugsmehle meiden dafür Vollkornprodukte wählen, nur Lebensmittel mit kurzen Zutatenlisten kaufen, statt Riegel und Co lieber Nüsse snacken, mind. 5 „handvoll“ Gemüse und 2 „handvoll“ Obst am Tag, min. 2 Liter Wasser und Tee, 2-3 Tassen Kaffee ohne Kuhmilch und Zucker. Keine Softdrinks, statt Kuhmilchprodukten Tofu, Haferdrink, Mandelmus, etc. ausprobieren. 30 Minuten Bewegung und 10 Minuten Mediation/Entspannung. Öfter lachen! ;-)

 

Sind die Gene schuld?

 

Gene sind nicht unbedingt Schicksal. Bei chronischen Erkrankungen wie z.B. Diabetes, Bluthochdruck, oder zu hohen Blutfettwerten, liegt es vielmehr an der Lebensweise. Gene können durch unsere Lebensweise und der Umwelt, in der wir leben, "an und abgeschaltet" werden. Unsere Gene lassen sich nämlich auch von äußeren Einflüssen beeinflussen. Dies beschreiben die jüngsten Ergebnisse der Epigenetik. Eine ökologisch gesunde Umwelt und eine möglichst stressfreie Lebensweise mit gesunder, pflanzenbasierter Kost,  wirkt sich gesundheitsförderlich auf die Gene aus. Finden wir gemeinsam heraus, wie das für Sie aussehen kann!

 

Darum ist ein gesunder Darm so wichtig?

 

Unsere Darmflora steuert zum größten Teil unser Wohlbefinden. Verantwortlich dafür sind unsere kleinen Mitbewohner, unsere Darmbakterien. Je besser wir für sie sorgen, desto gesünder halten sie uns. In die wunderbare Welt des Mikrobioms entführe ich Sie gerne und zeige Ihnen, warum diese auch mit Übergewicht und chronischen Erkrankungen in Zusammenhang stehen kann.

 

Welche Zuckerfallen gibt es?

 

Zucker hat viel Namen und steckt in mehr industriell verarbeiteten aber auch natürlichen Lebensmitteln drin, als man denkt. Namen für Zucker sind:

 

Saccharose

Dextrose

Glucose

Raffinose

Fruktose-Sirup, Fruktose-Glucose-Sirup, Stäreke-Sirup

Glukosesirup

Karamellsirup

Laktose

Maltose, Malzextrakt

Maltodextrin, Dextrin oder Weizendextrin

Süßmolkenpulver

Gerstenmalz, Gerstenmalzextrakt

Süßende Zutaten in Lebensmitteln wie Honig, Traubenfruchtsüße und Dicksäfte wie Agavendicksaft

Fruchtsaftkonzentrate, und Pürees

Getrocknete Früchte wie Rosinen

Daher immer die Zutatenliste und das Kleingedruckte lesen!

 

Warum brauchen wir Kohlenhydrate?

 

Kohlenhydrate sind für unseren Stoffwechsel lebensnotwendig. Besonders unser Gehirn benötigt ständig Nachschub. Die Glucose ist ein schnell verfügbarer Energielieferant und an zahlreichen Biosynthesen beteiligt. Doch wir benötigen deutlich weniger, als die meisten Menschen täglich über das Essen ihrem Körper zuführen. Ein permanentes Überangebot führt dann zu Insulinresistenz der Zellen und zu Übergewicht. 

 

Welche Kohlenhydrate sind gut?

 

Komplexe Kohlenhydrate in Form von Vollkorngetreide, Kartoffeln, oder Hülsenfrüchten liefern zusätzlich noch wertvolle Mineralstoffe und Vitamine. In Kombination mit guten Fetten, läuft die Verstoffwechselung langsam ab und wir fühlen uns lange satt. Zu viele "leere" Kohlenhydrate aus Nudeln und Weißbrot und Zwischendurch-Snacks, sind auf Dauer sehr ungesund und fördern Heißhunger.

  

Warum leben wir in einer Welt voll Zucker?

 

Zucker spricht unser Belohnungszentrum an und wir fühlen uns wohl. Diesen Effekt nutzt die Zuckerindustrie, denn es verführt die Konsumenten, zu zuckerhaltigen Produkten zu greifen.

Die Hersteller sind nicht verpflichtet, die verwendete Menge der einzelnen Zuckerarten anzugeben. Achten Sie daher immer darauf, dass Zucker möglichst nicht an oberster Stelle im Zutatenverzeichnis steht.

 

Selberkochen dauert viel länger, oder?

 

Es ist eine Frage der Organisation. Es dauert seine Zeit, ja, aber diese Zeit gewinnt man zurück. Das gesunde Leben verlängert sich nachweislich. Viele gesunde Mahlzeiten lassen sich auch problemlos ohne großen Aufwand herstellen. Dabei berate ich Sie gerne.